Restauration einer alten Wandmalerei

Lesedauer: 3 minuten

Alte beschädigte Wandbilder – kennen Sie das? Eine Beschädigung im bestehenden Wandbild bedeutet nicht, dass die Malerei Hoffnungslos verloren ist. Hier ist ein Beispiel für eine gelungene Restauration.

Das originale Wandbild

Diese wunderschöne Gestaltung für den Hausflur einer alten Stadtvilla ist bereits in den 1990er Jahren entstanden. Eine Künstlerin aus Frankfurt am Main hat diese Wandmalerei in mühevoller Arbeit im Detail an die Wand gebracht. Die Diele wurde nachträglich an die Villa angebaut und verbindet so mit malerischem Akzent den Neubau mit Altbau.

Landschaftsmalerei im Flur

Der Schaden in der Malerei

Ein Riss verläuft quer durch die Wandmalerei. Warum entsteht ein Riss in der Wand? Die Antwort ist ganz einfach: Durch statische Dysbalance in der Architektur des Hauses kommt es zu diesen Rissen. In diesem Fall senkt sich das Fundament. Zwischen Altbau und Neubau entsteht ein Riss. Die Kraft der Statik ist so extrem, dass sogar der Putz von den Wänden fällt.

Die Lösung/ Restauration

Bevor die Arbeiten beginnen, wird erstmal alles fein und sauber abgedeckt – sodass das Eigentum des Auftraggebers nicht beschädigt wird (mehr dazu). Zunächst werden alle verputzten Stellen, die lose sind entfernt und fachgerecht auf das ursprüngliche Niveau gefüllt. Die ursprünglichen Farbtöne werden 1:1 nach gemischt. Dann wird die Malerei in mehreren Arbeitsgängen angeglichen. Der Künstler hat hier eine ganz besonderen Aufgabe:

  • Farbtöne müssen exakt nach gemisch werden
  • Der Pinselduktus, also die Handschrift des vorherigen Künstlers, muss ganz genau imitiert werden

Und genau das macht diese Aufgabe zur Herausforderung.

Malerischer Trick – Trompe-l’œil

Neben Rissen und Baumängeln die behoben werden können, gibt es Tiefe Risse, die immer wieder auftauchen werden. Sogar dann, wenn sie verspachtelt werden. Für solche Fälle eignet es sich diese besagte Stelle mit einem wirksamen malerischen Trick zu verzieren. Der Fachmann spricht von “Trompe-l’œil” (frz. „täusche das Auge“, von tromper „täuschen“ und l’œil „das Auge“). Mit Hilfe dieser malerischen Täuschung lasse ich senkrecht verlaufenden Riss verschwinden, indem entlang dieses Risses ein malerischer Baum platziert wird. Der Riss ist physisch vorhanden, aber optisch nicht mehr zu erkennen.

Vorher – Nachher

Habe ich Ihr Interesse an einer Wandmalerei geweckt? Kontaktieren Sie mich bequem und kostenfrei per Mail.

2 Comments

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  2. Super geschriebener und informativer Artikel :-). In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen

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